Verein gegen Extremismus abgesichert: Dumela-Mitglieder stärken ihren Verein mit Demokratieklausel

Dumela sichert sich gegen Extremismus ab: Bei der jüngsten Versammlung des Vereins stimmten die Mitglieder einstimmig für Demokratieklauseln in der Satzung. Direkt am Anfang der Satzung – dem „Grundgesetz“ des Vereins – wird jetzt unmissverständlich dargelegt: Dumela ist politisch streng neutral und steht in allen seinen Belangen auf demokratischer Grundlage. Deutlich wird jetzt, dass der Verein seine Wurzeln in der kirchlichen Partnerschaft zwischen Botswana und Deutschland hat und allen Menschen unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität eine Heimat bietet. Die Satzung unterstreicht jetzt zudem: Der Verein richtet seit Förderpraxis so aus, dass sie als verbindendes Element zwischen Nationalitäten, Kulturen, Religionen und sozialen Schichten wirken kann.

In weiteren Teilen der Satzung ist nun klargestellt, dass Mitglieder, die diese Werte nicht mehr vertreten, ausgeschlossen werden können. Zudem erhält der Vorstand das Recht, Personen, die extreme oder rassistische Positionen vertreten, die Aufnahme in den Verein zu verweigern. Der Vorstand kann künftig zudem Spenden oder Zuwendungen von entsprechenden Personen oder Institutionen zurückweisen.

In seiner Erläuterung zur vorgeschlagenen Satzungsänderung hatte der Vorstand geschrieben:

Vereine sind das Rückgrat des gesellschaftlichen Lebens. Sie schaffen Gemeinschaft, bringen Projekte voran, machen Selbstwirksamkeit erlebbar und sind Orte der Demokratie. Vereine tragen daher eine besondere Verantwortung: Sie müssen offen für alle sein und sich gleichzeitig klar gegen all jene abgrenzen, die unsere demokratischen Grundwerte ablehnen oder aktiv bekämpfen. Dieser Verantwortung ist sich das Vorstandsteam von Dumela bewusst.
In einer Zeit, in der extremistische Strömungen und antidemokratische Bestrebungen auch in der Mitte der Gesellschaft wieder sichtbarer werden, reicht ein stillschweigendes Bekenntnis zur Demokratie nicht aus. Wir legen unseren Mitgliedern daher diesen Vorschlag für eine Anpassung unserer Satzung vor, um demokratische Werte explizit und satzungsrechtlich zu verankern.
it dieser Verankerung machen wir als Verein, der sich seit fast einem Vierteljahrhundert für internationale Projekte und ein friedliches Zusammenleben sowie für Toleranz und gegen Rassismus einsetzt, unmissverständlich deutlich: Wir stehen auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung und wir schließen aktiv aus, dass unsere Strukturen und Ressourcen für extremistische, rassistische oder antidemokratische Zwecke genutzt werden.
Das ist kein Misstrauensvotum gegenüber den Mitgliedern. Wir sehen das als ein positives Signal nach innen wie nach außen: Bei Dumela sind alle willkommen, die die Würde jedes Menschen respektieren und sich zu den Grundwerten unseres Gemeinwesens bekennen.