Dumela fördert solidarisches Nährprojekt in Kastellaun für Frauen in Uganda

Ein Nähprojekt der „Hunsrück Gospel Family“ und der evangelischen Kirchengemeinde Kastellaun, initiiert und geleitet von Dumela-Mitglied Karin Jungherz, greift das Thema Monatshygiene in dem ostafrikanischen Land Uganda solidarisch auf – und mit einer finanziellen Unterstützung von Dumela über 500 Euro wurden für die Frauen und Mädchen in Uganda wiederverwertbare Binden genäht.

Das Projekt gehört zu „Yamba Childrens Ministry“, das Dumela seit 2024 fördert. 2024 förderte Dumela mit 1.100 Euro die soziale Teilhabe von Mädchen und Frauen in Iganga (Uganda). Dass Frauen und Mädchen während ihrer Periode nicht zur Schule oder zur Arbeit gehen können, ist hierzulande kaum vorstellbar. Dumela unterstützte junge Frauen bei der Eigenproduktion von wiederverwendbaren Stoff-Binden. Ermöglicht wird damit die Teilnahme am sozialen Leben auch während der Menstruation.

2024 förderte Dumela zudem die Beschaffung mechanischer Nähmaschinen, um Näharbeiten unabhängig von der Energieversorgung zu ermöglichen. Zudem konnte die Finanzierung einer elektrischen Overlock-Nähmaschine sowie die Beschaffung von Nähmaterialien dank der Hilfe des Vereins realisiert werden. „Yamba Childrens Ministry“ möchte mit dem Verkauf von Stoffbinden zudem auch neue Einkommensmöglichkeiten für junge Frauen zu schaffen.

Wie das Projekt mitteilte, konnten bis März 2025 20 junge Frauen ihre Ausbildung erfolgreich abschließen.

„Yamba Childrens Ministry“ ist eine Kirchengemeinde in der Stadt Iganga (Uganda). „Yamba Childrens Ministry“ engagiert sich dafür, in einer strukturschwachen Region Berufs- und Einkommensmöglichkeiten und damit neue Perspektiven für junge Menschen zu schaffen.

Das Thema Blutung und Monatshygiene ist in Uganda – vor allem bei der ärmeren Bevölkerung – nach wie vor ein Thema, das mit Scham und Tabus belegt ist. Menstruierende Mädchen und Frauen gelten oftmals als „unrein“ und werden ausgegrenzt. Hinzu kommt, dass sich viele Mädchen keine Binden oder Tampons leisten können. Sie helfen sich mit Lumpen, Blättern oder Watte. Das birgt nicht nur eine hohe Gefahr für Infektionen, auch die Aufnahmefähigkeit ist meist nicht ausreichend. Dies führt unter anderem zu längeren Fehlzeiten in der Schule.

Wiederverwendbare Stoffbinden oder Periodenslips sind in Uganda ein „Game Changer“, weil man den Mädchen nach der entsprechenden guten und wertvollen Aufklärung, die ihnen die Scham nimmt und sie in ihrem Wert bestärkt, auch noch nachhaltig helfen könnte. Während in Deutschland Hygieneartikel eine Selbstverständlichkeit sind, müssen Mädchen und Frauen Einschränkungen hinnehmen, weil sie diese Artikel nur erschwert erwerben können.