EU: Kein Gipfel mit Mugabe

Muagbe - Foto: Regierung Simbabwe
Simbabwes alter neuer Präsident Robert Mugabe. Foto: Archiv/Regierung Simbabwe

Die Europäische Union (EU) hat den 5. April geplanten EU-Afrika-Gipfel in Lissabon auf unbestimmte Zeit verschoben. Das geht aus Medienberichten hervor. Der griechische EU-Ratsvorsitz habe demnach keine sicheren Garantien erhalten können, dass der simbabwische Präsident Robert Mugabe nicht an dem Gipfeltreffen teilnehmen werde, verlautete als Begründung. Weiterlesen

Mugabe auf dem Gipfel: Darf er oder darf er nicht?

Europaparlament  - Foto: EP
Im Europäischen Parlament Straßburg macht ein rauher Wind gegen Mugabe die Runde. Foto: Europar

Das Europaparlament in Straßburg will eine harte Gangart gegen Simbabwes Staatschef: Die Versammlung hat Medienberichten zufolge gelockerte Sanktionen gegen das südafrikanische Land abgelehnt. Wegen der andauernden massiven Menschenrechtsverletzungen müsse die EU ihre Sanktionen vielmehr verschärfen, forderten die Parlamentarier am gestrigen Donnerstag. Außerdem müsse der EU-Ministerrat dem autoritär regierenden Präsidenten Robert Mugabe und seiner Regierung die Teilnahme am EU-Afrika-Gipfel verwehren, der im April in Lissabon geplant ist. Weiterlesen

Pop-Botschaft der Hilfe für Afrika

Bush  - Foto: White House
Cover von Judy Baileys jüngsten Album „Run to you“. Foto: JudyBailey.com

Menschen ein „greifbares Stück Hoffnung“ bringen, das ist das erklärte Ziel der christlichen Pop-Sängerin Judy Bailey. Gemeinsam mit dem weltweit operierenden Hilfswerk World Vision will die in London geborene Künstlerin jetzt ihre „Pop-Botschaft der Hilfe“ auch nach Afrika bringen. Zusammen mit einem World Vision-Team unternahm Judy Bailey Ende Januar eine zehntägige Tour durch Ost-Afrika. Auf dem Reiseplan standen verschiedene World Vision-Nothilfe-Programme in der Demokratischen Republik Kongo sowie Projekte der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit in Tansania. Dort besuchte Judy Bailey auch ihr persönliches Patenkind Asha. „Die Not vieler Menschen in der ganzen Welt hat mich schon immer sehr bewegt“, erklärte die Sängerin. „Und ich bin fest entschlossen, meinen kleinen Teil dazu beizutragen, dass diesen Menschen geholfen wird.“ Weiterlesen

US-Dollars für Aids-Projekte in Botswana

Bush  - Foto: White House
Amerikas Präsident George W. Bush begrüßt afrikanische Staatschefs im Februar 2002: Botswanas Präsident Festus Mogae of Botswana, Mosambiques Präsident Joaquim Albetto Chissano und Angolas Präsident Jose Eduardo dos Santos. Foto: Archiv/White House

US-Präsident George W. Bush hat in seiner Rede zur Lage der Nation vergangene Woche ein Hilfsprogramm zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit Aids in Afrika und der Karibik vorgeschlagen. Es hat ein Volumen von 15 Milliarden Dollar (13,9 Milliarden Euro) über die kommenden fünf Jahre. Auch unser Partnerland Botswana ist unter den Empfängerländern. Die Initiative muss von US-Kongress gebilligt werden. Bush sprach von einem „Werk der Barmherzigkeit“, das über alle gegenwärtigen internationalen Hilfsbemühungen für Afrika hinausgehe, berichtet die „Tiroler Zeitung“. Weiterlesen

Der vergessene Kontinent

Afrika, der vergessene Kontinent - Grafik: DWHH
Die globalen Geld-, Waren- und Informationsströme fließen an Afrika vorbei. Grafik: DWHH

Das internationale Privatkapital macht einen weiten Bogen um Afrika, berichtet die Deutsche Welthungerhilfe. Weniger als ein Prozent der ausländischen Direktinvestitionen fließen dorthin. Die Börsen in Johannesburg und allen anderen afrikanischen Finanzplätzen erreichen nach Angaben der Internationalen Börsenvereinigung FIBV zusammen nur 0,2 Prozent des weltweiten Aktienumsatzes.Die Rahmenbedingungen für die künftige wirtschaftliche Entwicklung verschlechtern sich. Insbesondere fällt Afrika informations- und verkehrstechnisch immer weiter zurück. Nirgendwo gibt es weniger Telefone, Computer oder Internet-Anschlüsse pro Einwohner. Südlich der Sahara sind nur 15 Prozent aller Straßen asphaltiert – zum Vergleich: in Nordafrika, in Lateinamerika oder Südasien ist über die Hälfte der Straßen geteert. Weiterlesen

Paris lädt umstrittenen Präsidenten Mugabe zu Afrika-Gipfel ein

Muagbe - Foto: Regierung Simbabwe
Simbabwes alter neuer Präsident Robert Mugabe. Foto: Archiv/Regierung Simbabwe

Die französische Regierung hat den wegen Menschenrechtsverletzungen umstrittenen Präsidenten Simbabwes, Robert Mugabe, zu einem Frankreich-Afrika-Gipfel im Februar nach Paris eingeladen. Das berichtet die Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Das Pariser Außenministerium gab am Donnerstag bekannt, Präsident Jacques Chirac habe seinen Kollegen für den 20. und 21. Februar eingeladen. Die Europäische Union hatte im Februar 2002 Sanktionen gegen Simbabwe verhängt, darunter ein Aufenthaltsverbot für Mugabe in der EU. Diese Maßnahme gilt allerdings vorerst nur bis zum 18. Februar und müsste für die Zeit danach von den 15 Mitgliedsstaaten verlängert werden. Weiterlesen

Kommt bald das ‚Light-Handy‘ für Afrika?

Telefonkarten aus Botswana - Foto: Wald
Haben Telefonkarten für öffentliche Fernsprecher in Botswana bald ausgedient? Foto: Wald

Mit dem Mobilteil in den Busch? Das chinesisch-amerikanische Unternehmen UTStarcom bewegt sich seit einiger Zeit auf ungewohntem Terrain. Neben dem Haus-Markt China will die Firma zunehmend afrikanische Länder mit Schnurlos-Telefonietechnik gemäß dem PHS-Verfahren beliefern, berichtet der Online-Dienst Heise.de. Das vor allem in China (zehn Millionen User) und Japan verbreitete Personal Handyphone System nutzen weltweit etwa 25 Millionen Anwender. UTStarcom glaubt, dass 95 Prozent der afrikanischen Nutzer nur lokalen Funk benötigen und auf Überlandabdeckung echter Mobilfunknetze verzichten würden, wenn sie dafür weniger zahlen müssten – und gerade diesen Anforderungen entspricht PHS. Die Gesprächskosten liegen zwischen
GSM- und Festnetz- Niveau, die Errichtung von PHS-Netzen fällt aber laut Fachleuten günstiger aus. Weiterlesen

Zieht Mr. President gegen Kondome ins Feld?

Bush - Foto: White House
Amerikas Präsident George W. Bush. Foto: White House

Ein „heimlicher Krieg gegen Kondome“ werde von der US-Regierung geführt, heißt es in einem kritischen Kommentar von Nicholas Kristof in der „New York Times“. In den vergangenen Jahren hätten konservative Gruppen rund um US-Präsident George W. Bush den „Kondomen den Krieg erklärt“. Dazu führten sie eine „selten verrückte Kampagne“, die aber im Falle ihres Erfolgs Millionen Aids-Tote weltweit verursachen könnte, berichtet die Tiroler Zeitung. Fundamentalistische christliche Gruppen behaupteten in E-Mails, dass Kondome kleine Poren hätten die für die noch kleineren Aids-Viren durchlässig seien – obwohl Elektronenmikroskope keine solchen Poren finden könnten. Diese „Desinformations- Kampagne“ solle offenbar den Nutzen von Kondomen in Zweifel ziehen. In Texas gebe es bereits Radio-Spots, in denen der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten durch Kondome offen bestritten werde. Auf der Web-Site des US-Zentrums für Seuchenkontrolle (CDC) sei Information über Kondome entfernt und durch einen Hinweis ersetzt worden, dass diese „möglicherweise nicht funktionieren“. Weiterlesen

Der Hungertod sitzt Hunderttausenden im Nacken

Unterernährte Kinder in Malawi - Foto: World Vision
Unterernährtes Kind in Malawi. Foto: World Vision

In der mosambikanischen Tete-Provinz sind neun Menschen verhungert. Dies ist die erste konkrete Meldung über Opfer der seit Monaten andauernden Nahrungsmittelkrise, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger. Weitere 175.000 dort sind vom Verhungern bedroht, 600.000 im ganzen Land. Dabei hat Mosambik noch fast die geringsten Probleme. In Simbabwe, Malawi und Sambia ist fast die Hälfte der Bevölkerung betroffen. Auch in Namibia, Lesotho, Swasiland und Angola fehlt es an Nahrung, genauso in Äthiopien, Eritrea und dem Norden von Kenia. Das Welternährungsprogramm der UN spricht bereits von 38 Millionen bedrohten Menschen. Dürre oder Überschwemmungen haben deren Ernten vernichtet oder zumindest so stark geschädigt, dass sie dieses Jahr nur mit internationaler Hilfe überleben können. „Es ist die größte Herausforderung, die jemals der internationalen Hilfsgemeinschaft gestellt wurde“, warnt jetzt auch deren Chef James Morris, nachdem afrikanische Staatschefs dies schon vor Monaten prognostiziert hatten. Zugleich beklagt Morris, dass bisher nur etwa die Hälfte der erforderlichen Gelder und Nahrungsmittellieferungen bereit gestellt wurden. Jede Verzögerung könne zu einem Massensterben führen, heißt es. Zusätzlich werde die Situation durch HIV / Aids verstärkt, weil viele derjenigen, die sich mit dem Virus infiziert haben – in einigen Regionen ein Drittel der Bevölkerung – zu schwach seien, um auf ihren Feldern zu arbeiten. Weiterlesen