Naturschützer fordern Schutz von Elefanten

Zwar stünden Elefanten als attraktive und allseits bekannte Tiere auch stellvertretend für die unzähligen weltweit bedrohten Arten, doch begründe sich das geschlossene Bündnis und der Einsatz des NABU insbesondere auf der gewachsenen Gefährdung der Dickhäuter durch den Handel mit Elfenbein. Nachdem sich ab 1989 durch den Schutz der Elefanten die Bestände zunächst erholt hatten, setzte die Lockerung des Handelsverbots für Elfenbein durch die Vertragsstaatenkonferenz 1997 die Elefanten wieder enorm unter Druck. „Immer noch sind sowohl Afrikanische als auch Asiatische Elefanten durch Wilderei und den illegalen Handel mit dem `Weißen Gold´ stark gefährdet“, so Flasbarth.

Eine weitere Verschlechterung der Situation befürchte der NABU, wenn sich die fünf südafrikanischen Länder Botswana, Namibia, Simbabwe, Südafrika und Sambia mit ihrem Antrag auf Zulassung des Elfenbeinhandels bei der bevorstehenden Konferenz durchsetzen sollten.

„Nur mit attraktiven Alternativen zur Elefanten-Jagd kann der Markt für Elfenbein nachhaltig ausgetrocknet werden“, betonte Zoo-Direktor Klaus-Michael Machens. Als praktikable Vorbilder könnten dabei laut NABU und Zoo Hannover Öko- und Fototourismus dienen, wie sie in Kenia zusammen mit der dortigen Wildschutzbehörde betrieben werden. In Kenia habe sich dank erfolgreicher Schutzkonzepte der Bestand seit 1989 von weniger als 22.000 auf heute 27.000 Elefanten stabilisiert.