Das Ding der Schwarzen: Mbeki verliert die Fassung

Südafrikas Präsident Thabo Mbeki. - Foto: Archiv/ANC
Südafrikas Präsident Thabo Mbeki. – Foto: Archiv/ANC

Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki hat sich während einer Parlamentsdebatte zum Thema HIV und Aids derart in Rage geredet, dass er auch vor verbalen Entgleisungen nicht halt machte. In seinem mehre Minuten dauernden Ausfall bezeichnete er den Rest der Welt unter anderem als Heuchler, berichtete die „Allgemeine Zeitung“ Namibia. „Einige Weiße sehen schwarze Menschen als amoklaufende Sexbestien an, die – von Natur aus – nicht in der Lage sind ihre Beine zusammen zu lassen, die nicht in der Lage sind, ihr Ding in der Hose zu lassen“, sagte Mbeki laut einer südafrikanischen Zeitung vor dem hohen Haus. Bereits in den vergangenen Jahren hatte Mbeki durch seine von der Lehrmeinung abweichende Haltung zur Immunschwäche oft Kritik geerntet. Weiterlesen

Botswana nicht mehr „Dritte Welt“

Einer Studie der Weltbank zufolge zählt Botswana nicht mehr zu den Ländern der so genannten „Dritten Welt“. Botswana wird von der Weltbank als eines der „weltweit führenden Länder“ in Schlüsselbereichen wie Arbeitsgesetzgebung, Förderung von Geschäftsgründungen und Investitionssicherheit erwähnt. Damit scheint sich die langfristige angelegte Politik der Wirtschaftsförderung des südafrikanischen Landes auszuzahlen: Bereits 1982 startete Botswana mit der „Financial Assistance Policy“ (FAP) massive Investitionshilfen für Botswaner, die sich außerhalb der ohnehin starken Bereichen Bergbau und Rinderwirtschaft selbständig machen wollen. In den ersten elf Jahren ihres Bestehens schuf die FAP so über 13.000 neue Stellen in dem von hoher Arbeitslosigkeit geplagten Botswana. Daneben gilt unter Fachleuten Privat- und Firmeneigentum in Botswana als sicher vor wilkürlichem staatlichen Zugriff – eine wichtige Voraussetzung, um ein Klima der Investitionsicherheit zu schaffen. Weiterlesen

VEM forderte Landreform in Namibia

Das Missionshaus der VEM in Wuppertal. - Foto: Archiv/VEM
Das Missionshaus der VEM in Wuppertal. – Foto: Archiv/VEM

In einer Pressemeldung zur Namibia-Reise von Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul im Sommer (dumela.net berichtete) forderte die Vereinte Evangelische Mission (VEM) ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zu einer Landreform in Namibia. Die einstige Missionsgesellschaft verlangt von der Bundesregierung, einen „wirkungsvollen Beitrag zur Durchführung einer Landreform zu leisten“. Die VEM macht keine weiteren, präzisierenden Angaben zu Inhalt und Form der von ihr verlangten Landreform. Somit entsteht der Eindruck, dass sie das Vorgehen der namibianischen Regierung gutheißt. In der Pressemitteilung von Ende Juni wird nicht erwähnt, dass es im Sommer bereits zu ersten Schritten einer „Landreform“ gekommen war, die auf die Enteignung von weißen Farmern in Namibia abzielte. Obwohl damals die namibianische Regierung beteuerte, es werde zu keinem zweiten Simbabwe kommen, hatten die Enteignungen internationalen Protest hervorgerufen (dumela.net berichtete). Weiterlesen