„Wir deutschen Trainer hatten im Ausland immer schon den besten Ruf wegen unser ausgezeichneten Ausbildung. Durch den Gewinn der Vize- Weltmeisterschaft hat das noch einen weiteren Schub bekommen“, erklärte Gutendorf. Wie der 76-Jährige sind die meisten deutschen Nationaltrainer jedoch vor allem Entwicklungshelfer verschiedener Stufen.
Berti Vogts in Schottland, Winfried Schäfer in Kamerun und Otto Rehhagel in Griechenland sollen schlafende Riesen wecken, andere wie Wolfgang Sidka in Bahrain, Bernd Stange im Irak oder Holger Osieck in Kanada ihre Teams zumindest kontinental an die Spitze bringen. Hans-Peter Briegel in Albanien und Siggi Held auf Malta sollen mit den vermeintlichen Fußballzwergen den Anschluss schaffen.
Ralf Loose (Liechtenstein), Jochen Figge (Äthiopien), Joachim Fickert (Kambodscha) und Peter Überjahn (Namibia) müssen erst die nötigsten Grundlagen schaffen. Diese drei sind vom Auswärtigen Amt eingesetzt und meist „Wiederholungstäter“. Fickert arbeitete zuvor fünf Jahre im Kongo, Figge in Botswana, Überjahn schon zum dritten Mal in Namibia. Reich werden sie mit dieser Arbeit nicht. Figge erhält beispielsweise ein Gehalt von monatlich 9125 Euro, dazu allerdings noch einen Dienstwagen und eine Wohnung.
