Weihnachtswünsche aus Dumela-Projekt in Indien

deepam_weihnachten_2011

An Heiligabend erreichte Dumela eine Mail von Gisela Häring (auf dem Foto in der Mitte) von unserem Partnerprojekt Deepam in Indien, die wir hier zusammengefasst vorstellen:

 

Wir leben noch in der Regenzeit. Der Nord-Ost-Monsun hat uns nicht mit Regen verwöhnt. Wir in Tamil Nadu sind auf Wasser von angrenzenden Staaten angewiesen. So ist im Augenblick ein heftiger Streit zwischen Tamil Nadu und Kerala im Gang. Das hat zur Folge, das wir pro Tag sechs bis acht Stunden keinen Strom haben. Da sich die Stromausfälle auf den Tag beschränken, müssen wir schauen, wann wir Wasser hochpumpen, die Bügeleisen im Nähzimmer zum Einsatz kommen sowie den Ofen und den Wasserkocher benutzen.

 

Andere Neuerungen, die uns plagen und tief in die Tasche greifen lassen haben wir aus der Tageszeitung erfahren: Ab dem 18. November ist der Strompreis um 110 Prozent angehoben worden; die Milch kostet pro
Liter jetzt nicht mehr 24 Rupien (ein Euro sind zurzeit zirka 67 Rupien) – sondern 31 Rupien. Das Busticket kostete uns bislang 10 Rupien und der Preis ist auf 20 Rupien gestiegen. Der kräftig gestiegene Strompreis zieht einen langen Schweif an Verteuerungen mit sich: Reis, Baumwolle, Kleider und andere stromabhängige Dinge.

 

„Was hat das alles mit Weihnachten zu tun?“, frage ich mich gerade, vielleicht stellen Sie auch diese Frage. Eine Antwort kommt mir gleich in den Sinn, und das ist ein „Danke!“ Wir können immer noch überleben und Dinge teilen, weil Sie mit uns teilen und uns beschenken. Das hat Gott alsKind in der Krippe getan, er wurde Mensch und das tun Sie für uns.

 

Danke allen, die auf Märkte gehen, im Winter auf die Weihnachtsmärkte und sich kalte Nasen holen, Märkte auf an vielen Orten in Deutschland. Danke an alle, die uns durch Ideen, Interesse und Gebet unterstützen. Bleiben Sie am Ball, auch im nächsten Jahr.

 

Das Kind in der Krippe soll Sie alle reich beschenken, das wünschen wir Ihnen von ganzem Herzen, und dass alle Wünsche, die Sie haben, 2012 in Erfüllung gehen.